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Hier stellen wir Ihnen laufend unsere neuesten Lieblinge vor und informieren Sie über unsere regelmäßigen Veranstaltungen.

 

Aber natürlich können Sie hier auch nach Ihren Wunschtiteln suchen und sie bestellen.

Haben Sie Anregungen, Kritik, wollen auch mal ein Lob loswerden? Wir hören Ihnen gerne zu:

info@cvo-buchladen.de

 

Unsere letzte

Veranstaltung:


Büchervorstellung

von Klaus-Peter Arnold

»Wer ist Wu Ming?«


Dienstag, 6. Dezember 2016

 

 


 

 

 

 

 

Fundsachen und Lieblingsbücher
… im Jahr 2016:

 

 

 

 

 

Stephan Lessenich – Neben uns die Sintflut
Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis

Stephan Lessenich kritisiert in seinem neuen Buch den globalen Kapitalismus – ein Ereignis im Wissenschaftsbetrieb, da sich hier einer der etabliertesten Soziologen aus dem "Hotel Abgrund" herausbegibt. Lessenichs Buch ist für eine breite Öffentlichkeit in einer schnörkellosen, verständlichen Sprache verfasst und besagt kurz zusammengefasst:

Uns im Westen geht es gut, weil es den meisten Menschen anderswo schlecht geht. Wir lagern systematisch Armut und Ungerechtigkeit aus, im kleinen wie im großen Maßstab – ergo Externalisierungsgesellschaft. Und wir alle verdrängen unseren Anteil an dieser Praxis.

Lessenich formuliert im Grunde nichts Anderes oder Neues was vor ihm andere Autoren wie z.B. Wallerstein, Harvey, Sassen oder Altvater diagnostiziert haben – aber er bietet eine brillante, hoch aktuelle und politisch brisante Analyse der Abhängigkeits- und Ausbeutungsverhältnisse der globalisierten Wirtschaft mit einer Fülle von Daten und Fakten.

Und er hält sich mit seiner Kritik nicht zurück, er formuliert unterschwellig eine wütende Attacke: Das Nicht-wissen-Wollen ist der Habitus der Externalisierungsgesellschaft, klagt er an: "Wir leben nicht über unsere Verhältnisse. Wir leben über die Verhältnisse anderer".

Und warum sollten sich die Privilegierten der Welt sich jetzt auf Veränderungen einlassen? Letztlich aus aufgeklärtem Eigeninteresse: weil die Kosten der Externalisierung in Form von Klimakatastrophen und Flüchtlingsbewegungen bereits jetzt bei uns an die Tür klopfen. Denn auf unserem immer kleiner werdenden Planeten gibt es kein Innen und kein Außen mehr. Das Ende der Externalisierungsgesellschaft ist auch eine Frage der Zeit … Lessenich bleibt nicht bei der Moral, er stellt die Systemfrage und fordert radikales Denken: Politisierung und Kollektivierung und der Übergang vom „Empört Euch!“ zum „Tut was!“ werden herausgestellt.

Dass das noch viel zu wenig ist, um der Externalisierungsgesellschaft Zügel anzulegen, weiß Stephan Lessenich natürlich selbst. Mit seinem herausfordernden Buch hat er aber einen fundierten, aufwühlenden Anstoß für eine weitergehende Diskussion gegeben. Lesen!

 

 

Berlin 2016;

224 Seiten

20,00 €

Hanser Berlin

ISBN 978-3-446-25295-0

 

 

 

 

 

 

Blissett, Luther - "Q"

 

Unser Beitrag zu 500 Jahren Reformation: Die Neuauflage des theologischen Thrillers, der international für Furore sorgte. Ein gewaltiges Epos der Reformationszeit, eine aufwühlende Geschichte von Rebellion und Verfolgung, Utopie und Verblendung.

40 Jahre Geschichte, die den Weltenlauf entscheidend veränderten haben, werden in fesselnder Weise zum Leben erweckt. Zugleich lässt sich der Roman als eine Art Wiederspiegelung der Geschichte der Linken lesen, mit ihren Kämpfen und Niederlagen, ihrem utopischen Überschuss und ihren oftmals egoistischen Verirrungen.

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Roman,

aus dem Italienischen von Ulrich Hartmann

704 Seiten - Paperback - 19,80 €

Verlag Assoziation A

ISBN 978-3-86241-450-5

 

 

 

 

 

Wu Ming - "Altai"

Das fünfköpfige, mittlerweile von Luther Blissett in Wu Ming umbenannte, aus Bologna stammende Schreibkollektiv hat mit Altai einen Roman veröffentlicht, der inhaltlich und personell an das Debüt Q anschließt und dem Erfolgstitel an Spannung und erzählerischer Raffinesse in nichts nachsteht.

Wieder geht es darum, Geschichte anders zu erzählen: In Altai sind es die aus Venedig vertriebenen Juden, die in Istanbul – das im 16. Jahrhundert gegenüber allen Religionen weitaus freizügiger war als das christliche Abendland – eine neue Heimat gefunden haben. Nun versuchen sie auf Zypern einen neuen Zufluchtsort im Mittelmeer für Juden und alle anderen Vertriebenen zu schaffen. Neben höfischen Intrigen, Entführungen und anderen Schrecknissen imperialer Machtpolitik bietet der ungemein dicht und rasant erzählte Roman faszinierende Beschreibungen der bunten und gigantischen Metropole Istanbul …

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Anmerkung: Im Frühjahr 2017 wird der Roman "54" wieder lieferbar sein – als kartonierte Ausgabe.

 

 

Roman, aus dem Italienischen von Klaus-Peter Arnold

2016, 352 S., geb., 24 €

Verlag Assoziation A

ISBN 978-3-86241-452-9

 

 

 

 

 


 

Silke Scheuermann – Wovon wir lebten

Viel gelobt wurde die Autorin Silke Scheuermann für ihre Gedichtbände und und ihre Romane, vor allem für die Beziehungs-Novelle Die Stunde zwischen Hund und Wolf - jetzt kommt sie mit einem umfänglichen Entwicklungsroman.

Im Mittelpunkt der über 500 Seiten starken Geschichte steht Marten Wolf, der aus einem zerrissenen Elternhaus stammt und sich bereits in jungen Jahren um die alkoholkranke Mutter und die kleine Schwester kümmern muss. Große Erwartungen an das Leben hat Marten nicht. Er wächst in einem Umfeld auf, das von illegalen Geschäften, Schlägereien und Sex beherrscht wird. Nach einer Lehre und Schichtarbeit in einem hessischen Großbetrieb nehmen Drogen seinen Alltag gefangen. In der Entzugsklinik lernt er Peter kennen, einen ehemaligen Restaurant- und Clubbesitzer. Dieser entdeckt Martens Talent zum Kochen. Als die beiden gemeinsam das Edellokal Happy Rabbit in Frankfurt eröffnen, scheint das Happy end nah – bis das kriminelle Milieu ihn wieder einzuholen droht.

Beinhart lässt Silke Scheuermann ihren Protagonisten diese Tour de Force durchlaufen und durchleiden: Ohne Schnörkel und Beschönigungen, in einer authentischen und direkten Sprache nimmt der Leser teil an Martens Leben – sowohl mit seinen tragischen Wendungen als auch mit den glücklichen Fügungen. Auffällig ist die Genauigkeit und Einfühlsamkeit der Autorin in ihren männlichen Helden, der über weite Strecken nicht gerade ein Sympathieträger ist.

„Wovon wir lebten“ ist ein Roman, der sehr zu loben ist – ein Lesevergnügen!

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Anmerkung: Am Montag, den 27. Februar wird die Autorin bei uns ihr Buch vorstellen!

 


 

 

Roman

528 Seiten, 24 €

Verlag Schöffling & Co.

ISBN 9783895613784

 

 

 

 

 

Lars Mytting – Die Birken wissen's noch

Eine verschlungene Familiengeschichte: Die Spuren führen in die Kriegszeiten des 20. Jahrhunderts und zu den Spätfolgen des "Großen Kriegs" in Frankreich zurück.

Ein Junge namens Edvard wächst von seinem dritten Lebensjahr an beim Großvater auf dessen Bergbauernhof im norwegischen Gudbrandstal auf. Seine Eltern sind bei einem mysteriösen Unfall in Frankreich ums Leben gekommen. Der Großvater lehrt seinen Enkel alles, was ein Bauer wissen muss, aber er sagt ihm nichts über den Tod der Eltern und das fragliche Erbe. Als er stirbt, macht Edvard sich auf die Suche nach seinem Großonkel, der ein Schlüssel zur Lösung des Familienmysteriums sein könnte.

Ein brilliant geschriebener Roman mit einer hochkomplexen Handlung, die von einer wachsenden intensiven, inneren Spannung vorangetrieben wird. Ein absolut herausragendes Buch.

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Roman, aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel

516 Seiten, 24,95 €

Verlag Suhrkamp / Insel

978-3-458-17673-2

 

 

 

 

 

Esperanza

von Marina Caba Rall

 

Alle Wurzeln gekappt, kein Blick zurück, das geht so lange gut, bis eines Tages ein fremder Mann vor der Tür steht und Esperanza aus vertrauten Augen ansieht. Vor Jahrzehnten hatte sie Spanien verlassen, als Gastarbeiterin in Deutschland eine neue Heimat gefunden und eine Familie gegründet. Beinahe vergessen sind die Sprache ihrer Kindheit, die Gerüche und Farben der Landschaft, die Armut, alle Erinnerungen, aller Schmerz.

Es ist die erschütternde Geschichte einer Frau, die nach Berlin ausgewandert ist. Sie ist heute glücklich mit einem Deutschen verheiratet und Mutter von zwei fast erwachsenen Kindern. Sie hat aber zudem ein Leben und einen Sohn in ihrem Dorf in der Nähe von Caceres hinter sich gelassen - für sie eine fast vollständig verschwiegene und verdrängte, traumatische Vergangenheit.

Ein raffiniert gebauter Familienroman über die Abgründe der spanischen Geschichte und den Umgang mit den blinden Flecken der eigenen Biographie – für alle, die gute Geschichten mit einem realen historischen Hintergrund lieben.

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224 Seiten, geb., Verlag Klaus Wagenbach (2016), 17,99 €

ISBN 978-3803132758

 

 

Marina Caba Rall stellte

den Roman am

2. Juni 2016 in der Buchhandlung vor

 

 

 

 

Dominique Manotti – Schwarzes Gold

Die französische Schriftstellerin Dominique Manotti knöpft sich in ihren Kriminalromanen am liebsten die ganz großen Spieler vor: Die Konzernchefs, die Fußballvereinspräsidenten, die Politikergrößen, die Supersponsoren (die mit Eigennutz!), die Unterweltbosse. Manotti, Jahrgang 1942 und gelernte Historikerin, schreibt immer politische Geschichten. Ihr jüngster Krimi führt zurück in die 70er Jahre. Ölkrise, Drogenhandel, das Ende der legendären "French Connection" – und mittendrin, in der heruntergekommenen Hafenstadt Marseille, ein junger Kommissar. Er wühlt sich durch die Machenschaften der großen Ölkonzerne. Im Roman entfaltet sich das Panorama einer finsteren Welt, die schon alle Schatten der heutigen Globalisierung vorwegnimmt.

Man kann Manotti lesen wie im Flug: Kühl, knapp, schnörkellos sind ihre Sätze. Doch äußerst treffsicher. Unbedingt lesen!

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Aus dem Französischen von Iris Konopik

380 S., 19 Euro

Argument Verlag, 2016, Hamburg

 

 

 

 

 

 

Volker Hagedorn

Bachs Welt

Familiengeschichte eines Genies

Johann Sebastian Bach kennt jeder. Aber dass er der Spross einer 150 Jahre alten Dynastie von Musikern war, ist kaum im Bewusstsein.

Dieses Buch erzählt die Geschichte eines erstaunlichen Clans in einem Europa des Umbruchs, das geprägt war von Kriegen und Seuchen.
Im 17. Jahrhundert wurde Musik ein Mittel gegen Elend und Tod, und die Bachs vor Bach beherrschten diese Kunst mit zunehmendem Genie.
Volker Hagedorn verfolgt ihren Weg über Hochzeiten und Todesfälle, Notenblätter und Orgelbänke, bis schließlich der große Ausnahmekomponist in Erscheinung tritt.

Zugleich schlägt das spannend geschriebene Buch den Bogen in die Gegenwart und entwirft ein farbenfrohes und facettenreiches Zeit- und Sittengemälde, das die Wurzeln des Musikers Bach erstaunlich lebendig werden lässt.

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416 Seiten, geb., Verlag

Rowohlt

24,95 €

ISBN 978-3498028176

 

 

Volker Hagedorn stellte

das Werk am

5. November 2016 im

Ev. Gemeindezentrum Engelsby vor

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Corry Guttstadt

Wege ohne Heimkehr

Die Armenier, der Erste Weltkrieg und die Folgen – ein historisch-literarisches Lesebuch

 

Vor 101 Jahren, im Frühjahr 1915 begann der Völkermord an den osmanischen Armeniern durch das jungtürkische Komitee, welches sich im Jahr 1913 an die Macht geputscht hatte und als enger Bündnispartner des Deutschen Kaiserreiches auch in diesem Vorgehen deutsche Unterstützung und Rückendeckung erhielt.

Dieses Buch will in Form einer kommentierten historischen und literarischen Textsammlung ein Zeichen gegen das Vergessen setzen und an diesen Massenmord vor über 100 Jahren erinnern, aber auch das Leben der Armenier vor und nach dem Ersten Weltkrieg darstellen. Es präsentiert vor allem literarische, häufig autobiografisch geprägte Texte von (zumeist) Armeniern, die einen Eindruck ihrer vielfältigen Lebensrealitäten in Anatolien vermitteln.

Corry Guttstadt, studierte Turkologie und Geschichte und ist seit den 1980er Jahren anerkannte Fachfrau für die Situation der ethnischen und religiösen Minderheiten in der Türkei.

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Politisches Lesebuch

203 Seiten, geb., Verlag

Assoziation A.

19,80 €

ISBN 978-3-86241-440-6

 

 

Corry Guttstadt stellte

das Lesebuch am

11. Juli 2016 in unserer Buchhandlung vor

 

 

   

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