Nächste und vergangene Veranstaltungen

Immer mal wieder packt uns die Lust an einer besonderen Veranstaltung. Dann laden Freundinnen und Freunde der Buchhandlung – die im politischen Bildungs-Verein "Tigerberg e.V." organisiert sind – oder Mitarbeiterinnen der Buchhandlung ein, zu einer Lesung oder einem Vortrag, manchmal auch zu Musik- oder Filmvorführungen …
Nachfolgend können Sie unsere aktuellen bzw. jüngst zurückliegenden Veranstaltungen sehen.

Archiv

Falls Sie sich einen Eindruck über die bereits in den letzten Jahren erfolgten Veranstaltungen machen wollen, empfehlen wir unser Archiv.

Und nun viel Vergnügen mit unserem Angebot …

Der Verein "Tigerberg e.V." ist als gemeinnützig anerkannt, Spenden und Beiträge an den Verein werden als "steuerbegünstigenden Zwecken dienend" anerkannt. Dem Verein hilft Ihre Spende bei der Durchführung und Organisation von Lesungen und anderen Veranstaltungen:

Spendenkonto DE56 2175 0000 0000 2742 08.
Wenn Sie dem Verein ihre Adresse mitteilen, erhalten Sie eine Spendenbescheinigung.

Wenn wir Sie in den E-Mail-Verteiler für die Ankündigungen aufnehmen sollen, mailen Sie uns diesen Wunsch einfach an info@cvo-buchladen.de.
Bitte nehmen Sie dazu unbedingt unsere Datenschutzerklärung zur Kenntnis, die diesem Angebot zugrunde liegt.

Unsere nächste Veranstaltung

> Montag, 4. November, 19:00 Uhr,
Weinkontor Roberto Gavin in der Walzenmühle,
Neustadt 16

Beate Uhse – Ein Leben gegen Tabus

Buchvorstellung und Lesung mit Katrin Rönicke

Am 29. Oktober wäre Beate Rotermund, besser bekannt als Beate Uhse, 100 Jahre alt geworden.

Nach zwei Autobiografien, einem Film über das Leben von Beate Uhse (mit Franka Potente) und einer wissenschaftlichen Studie (Elisabeth Heineman: Before Porn was Legal", 2011) ist nun eine neue, kritische Biografie der Berliner Journalistin und Autorin Katrin Rönicke erschienen: "Beate Uhse - Ein Leben gegen Tabus" (Residenz-Verlag).

Katrin Rönicke ist der Frage nachgegangen, wer die Person hinter der Marke "Beate Uhse" war – eine Marke, die um die Jahrtausendwende 98% aller Deutschen bekannt war – und wie sie gelebt hat, jenseits der Mythen und der eigenwilligen Selbstdarstellung von Beate Rotermund. Ihre Recherchen führten sie ins Archiv der "Forschungsstelle für Zeitgeschichte" in Hamburg, zu zahlreichen Gerichtsakten und nach Flensburg zu wichtigen Zeitzeugen. Dabei stossen wir auf die wechselvolle Geschichte der gesellschaftlichen Veränderungen in der prüden, verklemmten Bundesrepublick der 50-er und 60-er Jahre und erleben eine – ja was? – eine Tabubrecherin, eine Aufklärerin oder nur eine gewiefte und geschickte Unternehmerin?

Katrin Rönicke: Beate Uhse – Ein Leben gegen Tabus
Residenz Verlag, geb. 208 Seiten, ISBN 978-3701734665



Die Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung und der Tigerberg e.V. haben Katrin Rönicke für eine Lesung und Buchvorstellung gewinnen können:

Am Montag, den 4. November um 19.00 Uhr
im Weinkontor Roberto Gavin in der Walzenmühle in der Neustadt

Eintritt 6,– € (erm. 4,– €).
Voranmeldung unter 0461 29601 oder info@cvo-buchladen.de


Zurückliegende Veranstaltungen

> Dienstag, 17. September, 19:30 Uhr,
Weinkontor Roberto Gavin in der Walzenmühle,
Neustadt 16

Steffen Kopetzky

» Propaganda « – Buchvorstellung und Lesung

John Glueck ist im Krieg. Tief in Deutschland, im dunklen Hürtgenwald in der Eifel, 1944. Vor kurzem noch war er Student in New York, voller Liebe zur deutschen Kultur seiner Vorfahren; dann, als Offizier bei Sykewar, der Propaganda-Abteilung der US-Army, traf Glueck in Frankreich sein Idol Ernest Hemingway. Für ihn zieht Glück in den scheinbar unbedeutenden, doch von der Wehrmacht eisern verteidigten Hürtgenwald bei Aachen. Er entdeckt das Geheimnis des Waldes, als eine der größten Katastrophen des Zweiten Weltkriegs beginnt: Die Allerseelenschlacht mit über 25.000 Toten. Was kann John Glueck noch retten? Sein Kamerad Van, der waldkundige Seneca-Indianer? Seine halsbrecherischen Deutschkenntnisse? Ein Wunder?

Niemand trat unverändert wieder aus dem „Blutwald“ heraus, den die Ignoranz der Generäle zu einem Menetekel auch folgender Kriege machte. Zwanzig Jahre später, in Vietnam, erfährt John Glueck: Die Politik ist zynisch und verlogen wie eh und je. Er wird handeln, und sein Weg führt von der vergessenen Waldschlacht direkt zu den Pentagon-Papers.

Steffen Kopetzkys großer Roman spannt einen gewaltiger Bogen vom Zweiten Weltkrieg bis hin zu Vietnam. Ungeheuer spannend erzählt er von Krieg und Lüge, und von einem Mann, der alle falsche Wahrheit und Propaganda hinter sich lässt.

Steffen Kopetzky – Propaganda
Rowohlt Berlin, 496 Seiten, ISBN 978-3-7371-0064-9
Erscheint am 20.8.2019

Über den Autor

Steffen Kopetzky, geboren 1971, veröffentlichte bislang fünf Romane, zwei Erzählbände und zahlreiche Hörspiele und Theaterstücke. Furore macht er mit seinem Schlafwagenroman Grand Tour (2002), sein letzter, historischer Roman Risiko (2015) wurde ein großer Erfolg bei Presse und Publikum.

Eintritt:
6,– € (erm. 4,– €)

Vorverkauf Ossietzky-Buchhandlung,
Tel. 29601 oder info@cvo-buchladen.de

Auf Einladung der Carl-von Ossietzky-Buchhandlung,
des Tigerberg e.V. und des Vereins "Menschlichkeit leben e.V."


> Mittwoch, 12. Juni, 19:30 Uhr,
in der Carl-von-Osietzky-Buchhandlung:

Reinhard Großmann

Ich durfte nie den Hamlet spielen
Buchvorstellung und Lesung

War Shakespeare Antisemit? Sein Shylock legt den Verdacht nahe. Dabei kämpft er nur um die Rechte, die seine Gegenspieler für sich in Anspruch nehmen.
So jedenfalls fasst der Schauspieler Luc Bodtmar ihn auf, als er es wagt, ihn bald nach Ende der Naziherrschaft auf die Bühne zu stellen. Bodtmar gilt amtlich als „Halbjude“. Die Rassegesetze im „Dritten Reich“ verwehren ihm eine Karriere als Schauspieler. Er überlebt in einer Bürotätigkeit und als Zwangsarbeiter.



Vorbild für den fiktiven Schauspieler Luc Bodtmar war das Lebensschicksal der Tänzerin Luzie Eger-Schiege, die nach dem Krieg eine gefeierte Sängerin jiddischer Lieder wurde.

Über den Autor

Reinhard Großmann wurde 1934 in Niederschlesien geboren. Nach 1945 in Baden-Württemberg ansässig. Lehrer an einem Gymnasium im Schwarzwald. Nach dem Tod seiner Frau Umzug zur Familie des Sohnes in Freienwill bei Flensburg.

Eintritt:
6,– € (erm. 4 €)

> Sonntag, 14. April, 19:00 Uhr,
im Weinkontor Robert Gavin,
Neustadt 16, 24939 Flensburg:

Kristina Hänel in Flensburg

Lesung:
Das Politische ist persönlich.
Das Tagebuch einer „Abtreibungsärztin“, die sich nicht mundtot machen lässt

Als Galionsfigur der Kampagne für das Recht auf Information zum Schwangerschaftsabbruch wird Kristina Hänel große mediale Aufmerksamkeit zuteil, doch die Reduzierung auf den Begriff »Abtreibungsärztin« akzeptiert sie nicht. In ihrem persönlichen Tagebuch hält sie mit ungefiterter Offenheit fest, welche inneren und äußeren Kämpfe sie vor, während und nach dem Prozess begleiten und wie sie zu der öffentlichen Person wurde, die sie heute ist. Dabei ordnet sie ihr Engagement gegen den §219a ebenso in die Geschichte des Kampfes für Frauengesundheit ein wie in den Kontext ihres Wirkens als Ärztin und Mensch.

Erkennbar wird eine beherzte Frau, die stets versucht, anderen zu helfen und das Richtige zu tun.

Veranstalter*innen:
Gleichstellungsbüro der Stadt Flensburg
pro familia flensburg
Frauenwerk des Kreises Schleswig-Flensburg
Rosa-Luxemburg-Stiftung SH
@argument.ariadne

> Begleiten Sie am 23. April 2019 Dr. Wolfgang Griep (Vorsitzender des Literaturhauses SH in Kiel) und Stefanie Oeding (Stadtbibliothek Flensburg) durch das literarische Flensburg!

Die Ostsee – Berichte und Geschichten aus 2000 Jahren

5 LESUNGEN AN 5 FLENSBURGER ORTEN
„Die Ostsee ist eigentlich nur als Plural zu denken, als Ostseen: so verschieden sind die Völker, die Sprachen, die Kulturen und Traditionen derer, die an ihren Ufern lebten und leben, die sie in Krieg und Frieden befuhren und befahren, die sie besungen, mystifiiert, poetisiert und beschrieben haben. Zugleich aber ist die Ostsee ein einigendes Meer, dessen Geschichte und Geschichten vielfach ineinander verschlungen sind.“
Der Herausgeber Klaus-Jürgen Liedtke hat knapp 130 Texte von Autorinnen und Autoren aus den Anrainerländern rund um die Ostsee ausgewählt und zu einem einzigartigen Buchprojekt zusammengestellt, das die historische Tiefe, die Komplexität der gegenseitigen Beziehungen und die literarische Vielfalt der gesamten Ostseeregion widerspiegelt.

10.00 Stadtbibliothek, Flensburg Galerie, 2. OG
„Wahre und erfundene Reisen“: von Turku über Kopenhagen nach Hamburg

11.30 Buchhandlung Hugendubel, Holm 37
„Inseln und Peripherien“: Gotland, Rügen, Usedom, Bornholm

14.00 Bücher Rüffer , Holm 20
„Hart am Wasser“: Günther Eich, Thomas Mann u. a.

15.30 Carl von Ossietzky Buchhandlung, Große Straße 34
„Städte am Meer“: Kiel, Rostock, Stockholm, Kopenhagen

Diese Lesungen sind eintrittsfrei

19.30 Schifffahrtsmuseum, Schiffbrücke 39
Abschlussveranstaltung mit dem Herausgeber Klaus Jürgen Liedtke
Eintritt 6.- Euro VVK in Schifffahrtsmuseum, Buchhandlungen und Stadtbibliothek

Klaus Jürgen Liedke ist freier Schriftsteller und Übersetzer aus dem Schwedischen und Dänischen. Er erhielt zahlreiche Preise und das Bundesverdienstkreuz. Seit 2010 gibt er die mehrsprachige virtuelle Ostseebibliothek Baltic Sea Library heraus.

> Dienstag, 16. Oktober, 19:30 Uhr, "Ossietzky-Buchhandlung":

»From Freedom to Democracy«

Die Übersetzer*innen lesen aus »From Democracy to Freedom« von CrimethInc., das von der Black Mosquito Crew, Flensburg, 2018 ins deutsche übersetzt wurde und jetzt im Unrast Verlag erschienen ist.

Das Buch diskutiert die Schwächen, Hindernisse und Fehlentwicklungen, die die Geschichte der Demokratie immer begleitet haben - und formuliert Bedingungen für deren Weiterentwicklung. Darüberhinaus dokumentiert der Band eine Fülle von Fallbeispielen aus unterschiedlichen Ländern und Kontinenten, die allesamt wichtige Anregungen für die Diskussion liefern.




> Dienstag, 23. Oktober, 19:30 Uhr, "Ossietzky-Buchhandlung":

»Flamme sein!«

Robert M. Zoske liest aus der Biographie über den von den Nazis hingerichteten Widerstandskämpfer der Weissen Rose, Hans Scholl.  Zoske hat mit seiner Arbeit die Forschungsgeschichte einen großen Schritt voran gebracht und bringt dem Leser den mit seinen Konflikten und Widersprüchen ringenden Menschen Hans Scholl nah.

Aber wie kam der 23-Jährige dazu, sein Leben im Kampf gegen Hitler zu riskieren? fragt Robert Zoske. Der Autor zeichnet ein neues, tief beeindruckendes Bild von einem jungen Mann, der anfänglich getragen von einer Naturmystik zur Hitlerjugend kam, dort zum Fähnleinführer aufstieg, dessen Freiheitsdrang aber seine größte, kompromisslose Leidenschaft war - die ihn schliesslich zum Gegner der Nazis machte.


„Ganz leben oder gar nicht!“, notierte Hans Scholl, und es ist erstaunlich, welche Erfahrungen sich in seinem kurzen Leben verdichten. Er liebte Jungen und Mädchen, schrieb Gedichte und Erzählungen. Zoske dokumentiert bislang unveröffenlichte Texte und stellt die Vorbilder heraus, die die Flugblätter der Weißen Rose beeinflussten, die überwiegend Hans Scholl verfasste und zusammen mit seinen Mitstreitern verbreitete. „Es lebe die Freiheit“, waren seine letzten Worte.
Dieses gut lesbare, fesselnd geschriebene Buch lässt dieses Vermächtnis eindrucksvoll lebendig werden.

Neben dieser Biographie enthält das Buch noch diese Dokumente:
- Erstveröffentlichung sämtlicher Gedichte von Hans Scholl
- 75. Jahrestag der Hinrichtung von Hans und Sophie Scholl am 22. Februar 2018
- 100. Geburtstag von Hans Scholl am 22. September 2018
- Mit sämtlichen Gedichten von Hans Scholl
- Mit dem Text aller Flugblätter


368 Seiten mit 44 Abbildungen, geb., 26.95 €
Verlag C.H.Beck, 2018, ISBN 978-3-406-70025-5


Zurückliegende Veranstaltungen

Thorsten Nagelschmidt – Der Abfall des Herzens

Lesung – Buchvorstellung in Kooperation mit dem "Volksbad"

"Wann hast du eigentlich aufgehört, mich zu hassen?"
"Als du mir den Brief geschrieben hast."
"Was für einen Brief?"
Und er beginnt sich zu fragen, was er sonst noch vergessen hat von diesem Sommer 1999.

Thorsten Nagelschmidt hat einen Roman über Liebe, Freundschaft und Verrat geschrieben. Über einen letzten großen Sommer und die Spurensuche 16 Jahre später. Als Nagel war er Sänger, Texter und Gitarrist der Band "Muff Potter". Hier lässt er uns die Leichtigkeit und Schwere des Erwachsen-Werdens spielerisch und nachdenklich neu erleben. Darüberhinaus erzählt er von der Faszination des Erinnerns.

Thorsten Nagelschmidt war als Nagel Sänger, Texter und Gitarrist der Band "Muff Potter". Mit seiner Linoldruckserie „Raucher“ hatte er seit 2011 deutschlandweit zahlreiche Ausstellungen.

Unter seinem Künstlernamen Nagel veröffentlichte er die Romane »Wo die wilden Maden graben« (2007, Ventil Verlag, das Hörbuch wurde von Farin Urlaub, Axel Prahl und Nagel eingelesen) und »Was kostet die Welt« (2010, Heyne Hardcore) sowie die Sammlung von Fotos&Stories »Drive-By Shots« (2015, Ventil Verlag).
> zur Besprechung


Mittwoch, den 12. September um 19:30
Ort: Volksbad, Schiffbrücke 67
Eintritt: 8 €/ erm. 6 €

In Kooperation mit dem Kulturzentrum Volkbad


Sechs Wochen auf der Scholle

Lesung und Buchvorstellung

»Am Ende der Leitung war ein Herr Bendixen, Testamentsvollstrecker aus Flensburg, der mir mitteilte, dass vor einem Monat mein leiblicher, mir unbekannter, Vater gestorben und ich einzige Erbin seines landwirtschaftlichen Betriebes sei. Sein Name war Karl-Peter Brodersen aus Abderup nahe der dänischen Grenze. Mein Leben wurde schlagartig durcheinander geschüttelt.« 

So beginnt die Erzählung von Christa Iversen, die als Gewerkschafterin und über ihre Beratungsarbeit für Frauen in Flensburg bekannt ist. Die gebürtige Schwäbin hat "daneben" zusammen mit ihrem Mann 33 Jahre einen Bauernhof in der Nähe Flensburgs bewirtschaftet.

Die Geschichte „Sechs Wochen auf der Scholle“ führt eine junge süddeutsche Sozialpädagogin auf einen Bauernhof in Norddeutschland. Sie lernt das Dorf und seine liebenswerten, manchmal skurrilen Bewohner kennen, erfährt hautnah deren Probleme zwischen Neubürgern und Alteingesessenen, mit Verschuldung, Höfesterben, gesunkenem Milchpreis, Alkoholismus, Selbstmord. Sie erlebt 
Dorffeste, die nicht selten aus dem Ruder laufen, nimmt teil an Wettbewerben und fantasievollen Protestaktionen. Und sie muss eine Entscheidung treffen: Bleiben und den Hof übernehmen oder 
Rückkehr in den Süden? 

Christa Iversen kann erzählen – und sie hat etwas zu erzählen!
> zur Besprechung


Mittwoch, den 21. März 2018 um 19.30 Uhr
Ort: Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung, Große Str. 34, Flensburg
Eintritt 6 €/ erm. 4 € | Platzreservierung erbeten: 0461 - 2 96 01

In Kooperation mit dem "Tigerberg e.V." 


Vom Untergrund in die Favela

Lesung und Diskussion mit Lutz Taufer über sein Buch "Über Grenzen" (Verlag Assoziation A)

»Lutz Taufer hat in den Extremkonstellationen der linksradikalen Geschichte agiert, und da er darüber ohne jede Beschönigung und in uneingeschränkter Konfrontation mit den begangenen Fehlern schreibt und nachdenkt, wird sein Buch tatsächlich zu einem Schlüsselwerk der 1960er bis 1980er Jahre.

Die Lektüre tut weh, denn sie blendet nichts aus: 
weder die maßlose Überschreitung der Grenzen der Gewalt, durch die der emanzipatorische Anspruch zerstört wurde, noch die Maßlosigkeit eines Repressionsapparats und Gefängnissystems, die heute kaum jemand noch wahrhaben möchte. Auch darüber schreibt Taufer in einer Dichte, wie ich sie bisher nicht gelesen habe.

Was für ein Glück für ihn, dass er sich nach seiner Freilassung auf den Weg nach Uruguay und dann in die brasilianischen Favelas machte, wo er an der Seite der Namenlosen und Armen agiert hat. 
Und ein Glück für den Leser dazu, denn auch die Brasilien-Kapitel sind hochinformativ, beschönigen nichts und beweisen eine enorme Beobachtungsgabe und Erinnerungsfähigkeit.

Insgesamt übertrifft seine Lebensskizze an Genauigkeit und selbstkritischer Reflexion alles, was ich aus diesem Spektrum bisher gelesen habe, nur aus Italien und Lateinamerika gibt es Gleichrangiges.« 

(Karl Heinz Roth – Arzt, Historiker, Aktivist der radikalen Linken)
> zur Besprechung

Freitag, den 2. Februar 2018 um 19.30 Uhr
Ort: Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung, Große Str. 34, Flensburg
Eintritt frei. Anmeldung erbeten: 0461 - 2 96 01 oder 
info@cvo-buchladen.de

In Kooperation mit dem Tigerberg e.V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung-SH